Clemensschwestern des Euthymia-Konvents beten für Internetnutzer

Sie fühlen sich wohl in ihrem Konvent in der Heilig-Geist-Stiftung (von rechts): Schwester Anni, Schwester Lioba, Schwester Herwiga, Schwester Francesca, Schwester Marana, Schwester Sophia, Schwester Hildemara, Schwester Marianne und Schwester Silveria. Foto: Michaela Kiepe/Bischöfliche Pressestelle

"Die Erde ist schön, es liebt sie der Herr" klingt es über den Flur des Euthymia-Konvents in der Heilig-Geist-Stiftung in Dülmen. Schwester Lioba hat sich kurzfristig ans Klavier gesetzt und das Kirchenlied angestimmt. Mit ihren 96 Jahren ist sie die älteste Schwester des Konvents, der vor gut drei Jahren auf einer Etage des Seniorenheims gegründet wurde. Seitdem leben neun ältere Schwestern gemeinsam in den Räumen. Jede verfügt über ihr eigenes Zimmer, die Gebetszeiten gestalten sie gemeinsam und zu den Mahlzeiten kommen sie ebenso zusammen. "Jede hilft im Haushalt noch so viel mit wie es ihr möglich ist", berichtet Schwester Anni, Sprecherin des Konvents. Sie ist mit 67 Jahren die jüngste und organisiert viel für die älteren Mitschwestern. "Sie fährt uns, wenn wir zum Arzt müssen", nennt Schwester Silveria ein Beispiel. Zwei Schwestern nehmen den ambulanten Pflegedienst in Anspruch.

Gemeinsam haben sich die Clemensschwestern von Meschede aus auf den Weg nach Dülmen gemacht, als ihr dortiger Konvent aufgelöst wurde. Anfangs sei es nicht einfach gewesen, den alten Konvent zu verlassen. "Dass wir gemeinsam in Dülmen gestartet sind, hat uns sehr zusammengefügt. Wir haben es keinen Tag bereut. Wir wollen den Weg zum Himmel gemeinsam gehen", erklärt Schwester Sophia. Sehr herzlich seien sie im Heilig-Geist-Stift empfangen worden. Schließlich sind die Clemensschwestern keine Unbekannten in der ältesten Stiftung des Bistums Münster und der Einrichtung für Senioren. "Seit 1891 waren immer Clemensschwestern in der Heilig-Geist-Stiftung aktiv", berichtet Schwester Anni. Im Haus sind die Schwestern gern gesehen. "Die Bewohner sprechen uns an und fragen nach unserem Konvent und unserer Lebensweise", informiert Schwester Marianne. Eines haben die Ordensfrauen alle gemeinsam: Sie waren während ihrer aktiven Zeit zumeist in einem pflegerischen Beruf tätig. Aber auch in der Ausbildung von Krankenschwestern sowie in der Seelsorge haben sie ihre Aufgaben gefunden.

In ihrem Konvent fühlen sich die Schwestern wohl. "Im Haus wird vier Mal die Woche Eucharistie in der Kapelle gefeiert. An den anderen Tagen besuchen wir die Gottesdienste in der St.-Viktor- oder der Heilig-Kreuz-Kirche" berichtet Schwester Anni. Der Tag erhält seine Struktur durch die gemeinsamen Gebetszeiten wie die morgendliche Laudes. "Da wir nun mehr Zeit haben, halten wir am Abend auch regelmäßig Anbetung. Das hält uns innerlich zusammen", berichtet Schwester Herwiga. Auch sie ist schon 95 Jahre alt.

Die Ordensfrauen genießen es, dass sie nun Zeit haben. "Wir lesen, hören Hörbücher, gehen im Garten spazieren, besuchen Bewohner und starten in den Tag mit unserer Stuhlgymnastik. Hier muss man nicht einsam sein", würdigt Schwester Marana das Zusammenleben. Die Gemeinschaft halte jung. Und Schwester Francesca fügt hinzu: "Wir sind nie allein. Immer ist eine für die andere da."

Einmal im Jahr kommt der Benediktinerpater Cornelius aus Meschede zu den Schwestern und begleitet sie bei ihren Exerzitien. "Das ist eine wertvolle Zeit. Das Besondere ist, dass wir es als Konvent gemeinsam erleben und den geistlichen Prozess mitgehen", berichtet Schwester Anni von dem Angebot.

Die Clemensschwester Euthymia ist die Namensgeberin des Konventes. Schwester Hildemara und Schwester Sophia haben die 2001 selig Gesprochene noch persönlich gekannt. "Aus dem Waschhaus. Ich weiß auch noch, wie sie im September 1955 gestorben ist", berichtet Schwester Sophia. Wenn sie ein Anliegen habe, würde sie sich oft an die wohl berühmteste Clemensschwester wenden. "Dann bete ich zu ihr, als würde ich mit einer Freundin sprechen. Manchmal auch ziemlich direkt", fügt sie hinzu und lacht.

Die Fürbitten, die die Schwestern über die Internetplattform "Haus der Seelsorge" erhalten, werden sie in ihr Mittagsgebet aufnehmen. "Wir beten mittags am Tisch im Wechsel. Auf diese Art können alle Schwestern die Anliegen mittragen", erklärt Schwester Anni.

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