Franziskaner aus Dorsten beten für die Nutzer im "Haus der Seelsorge"

Mitten in der Dorstener Innenstadt befindet sich das Franziskanerkloster samt Klosterkirche. Bereits seit 1488 ist der Orden in der Stadt ansässig, hat das kulturelle und religiöse Leben mitgestaltet.

Heute leben im Kloster acht Franziskaner. Bis auf Guardian Tobias Ewald gehen sie keiner Berufstätigkeit mehr nach. "Unser Kloster ist Ende der 1970er Jahre seniorengerecht gebaut worden.

Das kommt unseren Brüdern nun zugute", berichtet Bruder Tobias. Die Ordensgemeinschaft in Dorsten bilden Brüder, die noch gern ihre Fähigkeiten einbringen. Sie zelebrieren Gottesdienste sowohl in der Klosterkirche als auch im Altenheim, im Krankenhaus und bei den Ursulinenschwestern. Zudem ist die Klosterkirche ein Ort der Beichte. Ebenso übernehmen die Brüder Vertretungen in den Pfarreien und unterstützen den pastoralen Notdienst.

Den Tagesablauf im Kloster bestimmen gemeinsame Gebetszeiten und Mahlzeiten. "Die Gemeinschaft hat einen hohen Stellenwert bei den Franziskanern. Es gibt einen klar strukturieren Ablauf", berichtet Bruder Tobias. Er selbst lebt erst seit September 2016 in Dorsten und steht der Gemeinschaft vor. Aber die Ordensmänner genießen auch ihre Freizeit, in der sie viel spazieren gehen und Beziehungen nicht nur im kirchlichen Bereich pflegen.

Jeden Tag feiern die Brüder um 10 Uhr Gottesdienst in der Klosterkirche. "An Markttagen ist er besonders gut besucht", hat Bruder Tobias beobachtet. Den Predigtdienst übernimmt immer ein anderer Bruder. "Das hat einen großen Vorteil. Die Predigten sind unterschiedlich, denn die Mitbrüder haben verschiedene Lebens- und Glaubenswege", schätzt der 53-Jährige diese Regelung.

Ein aktives Gemeindeleben gibt es rund um das Kloster nicht, denn "wir sind keine Pfarrei und möchten auch nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Pfarreien in Dorsten treten", stellt der Franziskaner klar. Insgesamt werde den Franziskanern ein großes Wohlwollen entgegengebracht. "Aber wir sind ein bisschen wie im Dornröschenschlaf und werden nicht immer wahrgenommen", sagt er. Früher habe die Begegnung und Beziehung zu den Menschen der Stadt eine größere Rolle gespielt. "Heute geht es eher darum, zu bewahren als aufzubrechen. Eigentlich ist das noch zu wenig, aber es ist das, was wir in diesem Haus leisten können", merkt Bruder Tobias an.

Die im Kloster lebenden Brüder haben sich in ihrer aktiven Zeit engagiert als Lehrer, Pfarrer, in der Sonderseelsorge, als Exerzitienmeister im Heiligen Land oder auch als Seelsorger bei der Deutschen Bischofskonferenz. Bruder Tobias war viele Jahre Pfarrer in Euskirchen und München und verfügt über eine jugendpastorale Ausbildung. Er war am Franziskaner-Gymnasium Vossenack in der Schulseelsorge und im Internat aktiv. "Als Ordenschrist habe ich meine erste Berufung. Ich bin zuerst Franziskaner und dann Priester. Untereinander sind wir Brüder. Als Gemeinschaft verbindet uns die Nachfolge des heiligen Franziskus", erklärt Bruder Tobias Grundsätze der franziskanischen Spiritualität. Antriebsfeder und Leitfaden ist für die Ordensmänner das Evangelium. Es gebe viele Mitbrüder, die unterschiedliche Facetten mit Leben füllen. Diese Vielfalt könnten sie in der gemeinsamen Berufung leben. Insgesamt habe sich der Orden ein menschliches Antlitz bewahrt und damit eine Nähe zu den Menschen.

Die Fürbitten der Nutzer im "Haus der Seelsorge" werden die Ordensmänner auf vielfältige Weise in ihr persönliches und gemeinsames Gebet aufnehmen beispielsweise in der Vesper in der Hauskapelle oder im Gottdienst in der Klosterkirche.

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