Internet-Fürbitten werden in Haus Aspel in den Gottesdienst integriert

Fürbitten aus dem Buch in der Kapelle nehmen die Schwestern Maria Beate, Maria Gerda und Agnes Regina (v.l.) regelmäßig in ihr Gebet auf, nun kommen auch Gebetswünsche aus dem Internet hinzu. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Die Seiten des Buches, das in der Kapelle von Haus Aspel liegt, sind eng beschrieben – mit Gebeten, Bitten, Erzählungen. Gefüllt wurden die Seiten von Menschen, die dort ihre Anliegen vor Gott bringen wollen. Die Töchter vom Heiligen Kreuz, die in Haus Aspel zuhause sind, lesen die Bitten und schließen sie dann in ihr Gebet mit ein.

Im Monat November werden mehr Bitten dazu kommen, dann übernehmen die Schwestern die "Klosterfürbitte", die zu den Angeboten der Internetplattform "Haus der Seelsorge" zählt. Jeder Internet-Nutzer kann dort, anonym oder mit Namen, seine Bitten speichern. Diese werden gesammelt und jeden Monat einer anderen Ordensgemeinschaft übergeben. Als sie von dem Projekt gehört hatten, signalisierten sie ihre Bereitschaft mitzumachen, erklärt Provinzialoberin Schwester Maria Beate. "Die ersten Fürbitten haben wir schon bekommen, wir haben sie in die abendliche Vesper eingeschlossen", erklärt sie. Sie freut sich, dass Menschen unter anderem über das "Haus der Seelsorge" die Möglichkeit haben, sich über das Internet an die Kirche zu wenden.

Die Möglichkeit zum Gebet und zur Meditation gehören zum täglichen Ablauf im Leben der Töchter vom Heiligen Kreuz. Schwester Agnes Regina, Hausoberin und schon seit 65 Jahren im Orden, findet es nicht ungewöhnlich, die Bitten anderer Menschen mit in ihr Gebet zu schließen. Ihre Mitschwester Maria Gerda ergänzt: "Es kommt auch im Alltag vor, wenn man es nicht erwartet, dass man gebeten wird, ein Vaterunser für einen Menschen zu beten", berichtet sie. "Wenn jemand andere Menschen bittet, für ihn zu beten", sagt die Ordensfrau, "der betet auch selber." Es gebe, ist sie sich sicher, verschiedene Zugänge zu Gott: "Mit dem Gebet kann es sein wie die Verbindung von einem Kind zu seiner Mutter, das ihr alles erzählen möchte. Diese Verbindung ist einfach da, so wie die Verbindung zu Gott."

Die Schwestern freuen sich auf die Bitten der Menschen, die sie über das Internet bekommen. "Ohne Computer wäre auch die Organisation hier im Kloster gar nicht mehr möglich", sagt Schwester Maria Gerda lachend. Provinzialoberin Maria Beate betont, dass die Schwestern mit großer Offenheit auf weitere Bitten warten. Mal gehe es um persönliche Nöte, um Krankheit und Leid, "aber auch Dank ist immer wieder zu lesen", sagt die Ordensfrau. Wer seine Fürbitte im Internet formulieren will, kann das auf der Seite www.haus-der-seelsorge.de tun.

Die Töchter vom Heiligen Kreuz wurden 1833 in Belgien gegründet. Seit 1851 sind Schwestern in Haus Aspel beheimatet. Dort leben derzeit 39 Schwestern dort, von denen 17 in der Pflegestation des Irmgardisstifts arbeiten, ebenso wie 40 Angestellte.

 

 

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