Jugend-Kloster übernimmt Fürbitten im "Haus der Seelsorge"

Es ist eine ungewöhnliche Gemeinschaft, die im Jugend-Kloster Kirchhellen zusammen lebt, betet und arbeitet. Jedenfalls, wenn man das landläufige Bild eines Klosters und seiner Bewohner im Kopf hat. Denn der Kommunität gehören sowohl fünf Patres und zwei Brüder des Ordens der Redemptoristen an als auch Laien. Dazu gehören auch fünf junge Erwachsene, die bis auf eine Ausnahme ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Jugend-Kloster absolvieren, sowie weitere Mitarbeitende, die in unterschiedlichen Bereichen des Klosters aktiv sind. "Außerdem leben drei Familien mit insgesamt 19 Personen, davon zwölf Kinder, aus Afghanistan seit einem Jahr auf unserem Gelände. Sie prägen unser Leben sehr", erläutert Pater Aloys Daniel. Er ist Superior des Hauses und Ökonom der Provinz Clemens, die vor zwölf Jahren aus den ehemals eigenständigen Provinzen Köln, Amsterdam, Flandern und Schweiz gegründet wurde. Ihm zur Seite steht Hildegard Kückelmann, die ebenfalls zur Kommunität gehört und als Ökonomin für vielfältige Aufgaben beispielsweise in der Verwaltung zuständig, aber als Oecotrophologin auch verantwortlich für die Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich des Jugend-Klosters ist.

"Seit 1978 ist die Jugendpastoral ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Wichtig ist uns aber, dass wir beides sind: ein Ort für die Jugend und ein Kloster. Das verbirgt sich hinter unserer Namensgebung. Der Bindestrich macht es deutlich", erklärt Daniel den Hintergrund. Das angeschlossene Jugendhaus ist so auch nur ein Teil des Jugend-Klosters. Die Ordensmänner engagieren sich pastoral in drei Altersheimen, bieten regelmäßig Möglichkeiten zur Beichte an und sind Ansprechpartner bei Trauungen, Silber- und Goldhochzeiten aber auch bei Beerdigungen. "Zudem treffen sich zahlreiche Gruppen in unseren Räumen wie der Chor, die Leiterrunde oder der Liturgiekreis", umreißt er das Angebot. Viele ehrenamtliche Helfer tragen die tägliche Arbeit in und um das Kloster und die Kirche mit.

Im Moment sieht die Gemeinschaft den Umgang mit der Flüchtlingsfamilie als eine wichtige Aufgabe an. "Gerade in der heutigen Zeit sollten wir nicht überlegen, wie wir die Menschen, die zu uns kommen, wieder loswerden, sondern wie wir ihnen helfen können", betont der Redemptorist. Weltoffen und multikulturell geht es auf dem Gelände zu. Insgesamt sieben Nationalitäten wohnen momentan gemeinsam im Kloster. Sie sind Christen, Buddhisten und Moslems. "Wir zeigen, dass Gott uns liebt. Das geschieht auch darüber, dass wir zusammenleben und gemeinsam arbeiten", sagt Daniel und fügt hinzu: "Das Jugend-Kloster ist ein Ort des gemeinsamen christlichen Lebens, aber auch ein Ort, an dem Menschen mit den Fragen ihres Lebens und Glaubens willkommen sind."

Stolz sind die Verantwortlichen auf ihr Präventionsschutzkonzept, das sie bereits 2012 erarbeitet haben. "Wir wollen ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche sein. Deshalb haben wir das Schutzkonzept entwickelt. Es liegt nicht im Schrank und verstaubt, sondern wir überprüfen es jedes Jahr", berichtet Kückelmann. Es biete Hilfe und Orientierung bei den Themen Nähe und Distanz im Zusammenleben.
Jeden Morgen startet die Gemeinschaft um 7.15 Uhr mit einem Morgengebet. Um 7.30 Uhr feiern sie in der Kirche, die täglich von 7 Uhr bis 19 Uhr geöffnet ist, die heilige Messe. Und bevor es zum gemeinsamen Mittagessen geht, beten sie um 12 Uhr an der großen Marienstatue im Treppenhaus den "Engel des Herrn". "Bei diesen Gelegenheiten werden wir die Fürbitten der Nutzer des ‚Hauses der Seelsorge‘ in unser Gebet aufnehmen", verspricht Daniel.

Wer der Kommunität des Jugend-Klosters seine persönlichen Bitten anvertrauen will, kann dies unter www.haus-der-seelsorge.de machen. Weitere Informationen zum Jugend-Kloster gibt es unter www.jugend-kloster.de.

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