Weil Gott im Menschen wirkt: Katharinenschwestern beten für Anliegen

Anhand des "Stammbaums" der Katharinenschwestern erklären Schwester M. Ludgera (rechts) und Novizin M. Christine die weltweiten Aufgaben der Gemeinschaft. Foto: Anke Lucht / Bischöfliche Pressestelle.

Sie wollen Gottes Willen ergründen und in der Nachfolge Jesu Christi erfüllen. Mehr noch als sonst gehört für die Katharinenschwestern aus Münster dazu im Januar auch das Gebet für andere. Denn die Schwestern werden in diesem Monat die Klosterfürbitte des Internet-Seelsorge-Portals  übernehmen, indem sie die Anliegen, die Menschen dort formulieren, in ihre Gebete aufnehmen.

14 Schwestern leben derzeit im Katharinenkloster am Münsteraner Ermlandweg, unter ihnen Schwester M. Ludgera Stolze. In Münster ist der Sitz der Deutschen Provinz der "Kongregation der Schwestern von der heiligen Jungfrau und Martyrin Katharina". Weitere Niederlassungen in Deutschland gibt es in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Büren und Daun (Eifel). Im Bistum Münster sind die Katharinenschwestern außerdem noch in Xanten, Schöppingen-Eggerode und Lippetal-Herzfeld vertreten. Weltweit gibt es rund 570 Katharinenschwestern in 107 Niederlassungen in 14 Ländern.

Die Katharinenschwestern betrachten ihre in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert von der seligen Regina Protmann gegründete Gemeinschaft als ersten Frauenorden, der nicht nur kontemplativ ausgerichtet, sondern auch sozial tätig ist. Zu ihren Aufgaben zählten Dienste in der Kranken- und Altenpflege, in Schulen und Kindergärten, in der Gemeinde- und Krankenhausseelsorge, in Besuchsdiensten, in der Sterbebegleitung, in Gesprächs- und Bibelkreisen.

Über diese konkreten Aufgaben hinaus ist den Katharinenschwestern die Spiritualität wichtig. Schwester M. Ludgera verweist auf Regina Protmanns Leitwort "Wie Gott will". Heute gelte es mehr denn je, herauszufinden, was Gott von den Schwestern mit ihren derzeitigen Kräften und an ihren derzeitigen Orten wolle. Gemeinschaft und Evangelium leben, für Gott da sein und Ihm in der Nachfolge Christi dienen: Das seien die Schwerpunkte der Gemeinschaft.

Diese hat in M. Christine von Tils seit Juli eine Novizin. Trotz dieser erfreulichen Neuaufnahme sind sich die Katharinenschwestern bewusst, dass sie älter und zahlenmäßig weniger werden. Umso bewusster gehen sie die Zukunft ihrer Gemeinschaft an. So haben sie ihre Einrichtungen – wie etwa Senioren- und Pflegeheime, Hospize und Krankenhäuser – schon 2011 in die eigens gegründete Regina-Protmann-Stiftung übertragen. "Es ist eine Frage der Verantwortung, seine Werke rechtzeitig und geordnet aus der Hand zu geben", meint Schwester M. Ludgera.

Dass Werte und Haltung der Katharinenschwestern erhalten bleiben, ist in der Satzung der Stiftung festgeschrieben. Außerdem gehören zwei Schwestern dem fünfköpfigen Vorstand an. "So tragen wir unsere Werke nach wie vor mit", sagt Schwester M. Ludgera, "wir sind der Stiftung immer noch eng verbunden." Parallel sei der Gemeinschaft mit Blick auf ihre Aufgaben wichtig, "so lange wie möglich in der Liturgie und in der Krankenhausseelsorge präsent zu bleiben."

Als Dienst an Gott und den Menschen sehen die Schwestern auch das Mittragen von Anliegen anderer. Deshalb werden sie – jede persönlich und gemeinsam im täglichen Vespergottesdienst – für die im Internetportal formulierten Bitten beten. "Das Gebet verändert nichts an gewesenen Ereignissen, denn Gott kann nur wirken im freien Willen der Menschen und hat sich an diesen gebunden", erklärt Schwester M. Ludgera, "aber die Art und Weise, wie Menschen sich zu dem Geschehenen stellen, wird durch das Gebet an Gott beeinflusst."

Beten könne man lernen, in der Ruhe, allein oder in Gemeinschaft. Letzteres zeige sich immer wieder nach schlimmen Ereignissen wie dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, wenn Menschen in Kirchen zusammen kämen. "Auch wer nicht an Gott glaubt, findet dort Trost in der Mitmenschlichkeit, und das wiederum geht nur dank Gottes Wirken im Einzelnen", ist Schwester M. Ludgera überzeugt.
In diesem Sinne möchten sie und ihre Mitschwestern die Anliegen mittragen, die hier formuliert werden können.

Weitere Infos über die Katharinenschwestern gibt es unter www.katharinenschwestern.de.

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Referat Internetseelsorge
Stefanie Uphues
Telefon: 0251 495-567
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