Mauritzer Franziskanerinnen nehmen Klosterfürbitten im Gebet mit auf

Regelmäßig blättern die Mauritzer Franziskanerinnen Schwester Dietmara (links) und Schwester Schwester Leonardi durch das Fürbittbuch und nehmen die Anliegen in ihre Gebete auf. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Schwester Dietmara Ahlmann blättert durch die einzelnen Seiten des großen Fürbittbuches. Gut sichtbar liegt es immer auf einem Tisch hinter der letzten Bankreihe in der Mutterhauskirche der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster. "Guter Gott, bitte hilf meiner kranken Oma, schnell wieder gesund zu werden." Das Gebet einer jungen Frau steht ganz oben auf der zuletzt beschriebenen Seite. Wie ihre Mitschwestern wird auch Schwester Dietmara das Anliegen in ihre täglichen Gebetszeiten mitnehmen.

Im Monat Februar werden noch einige Gebetsanliegen dazukommen. Dann werden die Franziskanerinnen die Klosterfürbitte des Internet-Seelsorge-Portals www.haus-der-seelsorge.de übernehmen und die dort eingehenden Fürbitten in ihre Gebete aufnehmen.
"Durch das Beten pflege ich meine Beziehung zu Gott, es ist für mich auch ein Erinnern und Mitnehmen", erklärt Schwester Dietmara. Sie weiß, dass mittlerweile vor allem für viele ältere Mitschwestern das Gebet im Mittelpunkt steht. "Eine Schwerpunktverlagerung", sagt sie, bedingt durch verschiedene Faktoren. Ursprünglich wurde die Ordensgemeinschaft 1844 gegründet, um alten und kranken Menschen in der ländlichen Umgebung von Telgte zu helfen.

Alle Schwestern absolvierten eine Ausbildung in der Krankenpflege. Auch Schwester Dietmara: "Ich habe den Orden vor mehr als 50 Jahren gewählt, weil ich für kranke Menschen da sein und gemeinsam mit den Mitschwestern leben wollte", erzählt sie. Aufgefordert und unterstützt vom Orden, studierte sie anschließend Zahnmedizin und praktizierte viele Jahre als Zahnärztin.

Seit mehr als 50 Jahren lebt die heute 80-Jährige nun im Mutterhaus in Münster. "Das ist meine Heimat, ich bin hier immer im Zentrum der Gemeinschaft", sagt Schwester Dietmara. Denn in dem Haus unmittelbar hinter dem St.-Franziskus-Hospital hat sowohl die Provinzleitung, die alle Konvente in Deutschland miteinander verbindet, ihren Sitz, als auch die Generalleitung. Sie leitet die internationale Gemeinschaft der in der ganzen Welt lebenden Franziskanerinnen. 790 Schwestern gibt es weltweit, der Großteil davon mit 454 Franziskanerinnen in Deutschland.
Die Tätigkeiten der rund 70 im Mutterhaus lebenden Franziskanerinnen sind unterschiedlich, auch wenn ein neuer Schwerpunkt erkennbar sei, wie Schwester Dietmara erklärt: "Viele von uns sind im seelsorgerischen Bereich in den benachbarten Häusern des St.-Franziskus-Hospitals, des Alten- und Pflegeheims ‚Haus Maria Trost‘ und des St.-Johannes-Hospizes tätig."

Andere Schwestern arbeiteten in der Provinzverwaltung, der Klosterleitung und der Hauswirtschaft. Viele ältere Schwestern würden im ebenfalls nahegelegenen St.-Heriburg-Haus von ihren Mitschwestern betreut, sagt sie.

Gemeinsam ist ihnen allen das Leben und Arbeiten im Sinne des Heiligen Franziskus. "Wichtig ist, dass wir nicht versuchen, genauso wie er zu leben. Das geht heute nicht mehr, aber wir richten uns nach ihm aus, so wie es heute geschehen kann", erklärt Schwester Dietmara. "Wir wollen zu den Menschen gehen und für sie da sein." Besonders gefreut hätten sich die Franziskanerinnen, als der aktuelle Papst seinen Namen verkündete. "Wir erkennen uns in ihm und seinem Handeln wieder, diese Einfachheit, nah bei den Menschen", fasst die Ordensfrau zusammen.

Doch wie viele andere Ordensgemeinschaften auch stehen die Mauritzer Franziskanerinnen vor Herausforderungen. "Wir müssen uns mit der Zukunftsplanung beschäftigen", sagt Schwester Dietmara. "Wir werden weniger Schwestern, müssen über die Nutzung von Gebäuden nachdenken und uns vor allem früh genug diesen Fragen stellen." Für die 80-Jährige steht fest, dass all diese Fragen stets durch das Gebet der internationalen Gemeinschaft begleitet werden. "Mir gibt es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass wir eine Gebetskette rund um den Globus haben", sagt sie mit Blick auf ihre Mitschwestern in der polnischen, amerikanischen, japanischen und indischen Provinz. Und so werden auch die Gebete aus dem "Haus der Seelsorge" bei den Mauritzer Franziskanerinnen mitgetragen von einem weltweiten Netzwerk.

Weitere Infos über die Mauritzer Franziskanerinnen gibt es im Internet unter www.franziskanerinnen-muenster.de.

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Referat Internetseelsorge
Stefanie Uphues
Telefon: 0251 495-567
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