Hiltruper Herz-Jesu-Missionare: Ein Netzwerk des Gebetes

Bildunterschrift: Die Gemeinschaft vor Ort und weltweit ist den Hiltruper Missionaren ein großes Anliegen. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Tina Moorkamp

Sie sind in Münster-Hiltrup verwurzelt, haben aber in der ganzen Welt gewirkt. Ihr Rufname spiegelt das wieder: Die als „Hiltruper Missionare“ bekannten Herz-Jesu-Missionare übernehmen im Monat Februar die Klosterfürbitte.

In Hiltrup ist das Stammhaus der deutschen Ordensprovinz. Hier leben 18 Brüder und Patres, darunter Pater Dr. Martin Kleer als Provinzial – sozusagen Leiter der norddeutschen Provinz, der insgesamt rund 50 Mitglieder angehören – und Pater Hans Pittruff, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „Wir sind eine Gemeinschaft im Wandel, aber uns ist vor der Zukunft nicht bange“, erklärt Pater Pittruff den Charakter der Gemeinschaft.

Der Wandel schließt unter anderem das Alter der Brüder ein. Die meisten Missionare im Stammhaus sind zwischen 75 und 98 Jahren alt, Pater Kleer ist mit 57 Jahren der jüngste. Aus dieser Tatsache leitet sich auch eine zentrale Herausforderung ab, der sich die Herz-Jesu-Missionare heute stellen: „Wir müssen auf gesunde Weise kleiner werden, den älteren Mitbrüdern Möglichkeiten eröffnen, Dienst zu tun, und den jüngeren, ihre Fähigkeiten und Begabungen zu entfalten“, beschreibt der Provinzial.

Dabei ist die Gemeinschaft unverändert missionarisch tätig, wenn auch anders als früher. „Wir deutschen Missionare sind eben größtenteils nicht mehr in Übersee tätig, sondern bringen uns in Deutschland ein“, erklärt Pater Pittruff. So unterstützen Herz-Jesu-Missionare die Pfarrseelsorge, seien in der Bildungsarbeit und an Hochschulen sowie in Beratung und spiritueller Begleitung tätig. Wer nicht mehr arbeiten kann, wird im Stammhaus gepflegt und bleibt so lange wie möglich Teil der Gemeinschaft.

Überhaupt ist die Gemeinschaft zentral für Herz-Jesu-Missionare. Jeden Abend treffen sich die in Hiltrup Lebenden zu Gesprächen, zum Zusammensein.

In der Gemeinschaft liegt aus Sicht von Pater Kleer und Pater Pittruff auch die Zukunft. „Zwar werden wir in Deutschland und Europa weniger und älter“, räumt Pater Pittruff ein, „aber wir sind international ausgerichtet und denken weltweit.“ Wer den Blick so ausweite, der sei nie allein und habe eine Perspektive. Zudem übernähmen in Peru und Papua-Neuguinea, wo Jahrzehnte lang europäische Herz-Jesu-Missionare in der Überseemission tätig gewesen seien, zunehmend einheimische Patres und Brüder die Verantwortung. „So soll es ja auch sein“, sagt Pater Pittruff.

International ausgerichtet haben sich die Herz-Jesu-Missionare seit ihren Anfängen. Ihre Wurzeln liegen in Frankreich, wo Jules Chevalier den Orden 1854 gründete. Vom belgischen Antwerpen aus wurde 1897 die deutsche Ordensprovinz aufgebaut, alles unter dem Wahlspruch „Geliebt sei überall das heiligste Herz Jesu“.

Die Gemeinschaft spielt auch bei der Übernahme der Klosterfürbitte eine wichtige Rolle. „Unsere Anliegen, in die wir die Klosterfürbitten aufnehmen, sind auch Anliegen unserer Mitbrüder in aller Welt, das ist eine wertvolle Form der Solidarität“, erklärt Pater Pittruff, „so entsteht ein Netzwerk des Gebetes.“ Und Pater Kleer ergänzt: „Wir beten besonders auch in den Anliegen der Menschen, die es aus den unterschiedlichsten Gründen nicht selbst können.“ Denn, da sind sich die beiden Patres aus ihren täglichen Erfahrungen einig: Viele Menschen hätten auch heute noch unverändert spirituelle Hoffnungen und Sehnsüchte in sich. „Wir werden oft um unser Gebet gebeten“, sagt Pater Pittruff. Diese Bitten nehme man mit in das tägliche Morgengebet und die tägliche Messfeier, manchmal im Wortlaut, manchmal zusammengefasst, aber immer sehr bewusst.

So soll es auch mit den Bitten geschehen, die über das „Haus der Seelsorge“ eingehen. „Das Beten funktioniert dabei sicher nicht in dem Sinne, dass alle Bitten sofort erfüllt werden“, sagt Pater Kleer, „aber es tut sicher gut zu wissen, dass andere das eigene Anliegen mittragen.“ So sind die Gebete aus dem „Haus der Seelsorge“ bei den Herz-Jesu-Missionaren in guten Händen – mitgetragen von einem weltweiten Netzwerk.

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