Sechs Ordensfrauen aus Kerala leben und arbeiten am Willibrord-Hospital

In ihrer kleinen Kapelle werden die Ordenschwestern Betsy, Leena und Linet (von links) die Fürbitten der Internetnutzer beten. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Von außen sieht das Verwaltungsgebäude am Emmericher Willibrord-Hospital nicht so aus, als würde es die Wohnungen von Ordensschwestern und eine sogar eine kleine Kapelle beherbergen. Doch wer mit dem Fahrstuhl in den fünften Stock fährt, steht unmittelbar in der Wohnung, in der die sechs Inderinnen aus Kerala leben. Sie sind von ihrem Orden, der „Congegration of Samaritan Sisters“ (CSS), nach Deutschland geschickt worden. Einige von ihnen leben bereits seit der Gründung des kleinen Konvents vor 24 Jahren am Niederrhein.

Sie haben sich Barmherzigkeit auf die Fahnen geschrieben und möchten mit ihrem Dienst anderen Menschenhelfen. In Emmerich engagieren sie sich im Krankenhaus und der benachbarten Senioreneinrichtung in der Pflege. Immer wieder kommen Patienten, Angehörige aber auch Mitarbeiter auf die Ordensschwestern zu und bitten sie um ein Gebet. Sei es zum Trost oder auch als Dank. Schwester Betsy, Oberin in Emmerich, weiß: „Wir glauben, dass es hilft, wenn viele Menschen beten. Das tröstet auch.“

Im Juni werden die Schwestern noch mehr Fürbitten mit in ihre kleine Kapelle nehmen. Einen Monat lang erhalten sie die Mails, die im Internet an das „Haus der Seelsorge“ geschickt werden. Auf dieser Onlineplattform kann jeder Internetnutzer seine ganz persönliche Bitte aufschreiben und sich sicher sein, dass sie während einer Andacht oder während eines Gottesdienstes von einer Glaubensgemeinschaft vor Gott gebracht wird. „Es ist für uns normal, für andere Menschen zu beten“, betont Schwester Linet, die ebenfalls in Emmerich wohnt.

Trotz ihres Dienstes in der Pflege nehmen sich die Ordensfrauen jeden Tag Zeit zum Gebet. Das beginnt jeden Morgen um 6.30 Uhr mit der sogenannten Laudes und dem Rosenkranz, später am Tag wird nochmals der Rosenkranz gebetet und um 21 Uhr schließt der Tag mit der Komplet. Außerdem feiern die Schwestern jeden Tag die Heilige Messe mit, auch wenn sie dazu in eine der umliegenden Pfarreien fahren müssen. Die Zeit des Gebetes ist für sie ein Ausgleich für die Zeit, in der sie andere Menschen pflegen und oft auch durch schwere Phasen begleiten. Wichtig sei, betont Schwester Leena, dass sie auch in der Pfarrei vor Ort immer wieder Aufgaben übernehmen und so Kontakte knüpfen können.

Weitere Informationen über die Samaritan Sisters gibt es auf der englischsprachigen Internetseite http://cssgeneralate.com,

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