Karmeliten aus Marienthal beten Internet-Fürbitten

Pater Manfred, Pater Klemens-August und Pater Jakobus (von links) beten regelmäßig aus dem Buch mit Fürbitten der Kirchenbesucher – und im März auch die Fürbitten der Internetnutzer. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Für manche Antworten nimmt sich Pater Klemens August einige Augenblicke Bedenkzeit. Dann legt er kurz die Stirn in Falten, wägt seine Worte ab und antwortet mit ruhiger Stimme. „Heutzutage gibt es immer die Erwartung, dass jeder sofort antworten muss, gerade bei Mails oder beim Chatten über WhatsApp und Facebook“, sagt der Prior, also der Vorsteher, vom Kloster Marienthal. Er gehört ebenso wie seine beiden Mitbrüder, die in dem Kloster unweit von Hamminkeln leben, dem Orden der Karmeliten an. Erstmals werden sie im März die sogenannte Klosterfürbitte übernehmen. Das heißt, dass sie Fürbitten vor Gott bringen, die Menschen über das Internet-Angebot „Haus der Seelsorge“ geschickt haben.

„Es gehört zu unseren Aufgaben, für andere Menschen zu beten“, sagt Pater Klemens August. In der kleinen Klosterkirche, die für ihre expressionistischen Wandmalereien bekannt ist und zahlreiche Gäste nach Marienthal führt, liegt in einer Ecke ein Buch aus, in das Kirchenbesucher ihre Bitten eintragen können. „Darin lesen wir immer wieder und bringen die Anliegen meist gesammelt in unsere Fürbitten während der Gottesdienste mit ein“, erklärt der Karmelit. Auch per Telefon gebe es immer wieder die Bitte, persönliche Anliegen mit in das Gebet aufzunehmen. „Oft geht es dabei um Krankheiten, bevorstehende Operationen oder auch Prüfungen“, weiß Pater Klemens August, „manchmal ist aber auch ein Dank dabei.“

Was ihn und seine Mitbrüder während der Klosterfürbitte erwartet, weiß er noch nicht. „Ein Unterschied ist, dass die Menschen, für die wir bisher mitgebetet haben, einen Bezug zu uns haben“, erklärt er. Sei es, weil sie als Besucher in Marienthal waren oder weil sie aus der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt stammen, die von den Karmeliten seit 1986 betreut wird. Dennoch findet der Pater es grundsätzlich gut, dass es über das „Haus der Seelsorge“ auch die Möglichkeit gibt, rund um die Uhr und auf Wunsch anonym die Bitte um ein Gebet senden zu können. „Vielleicht können so Menschen erreicht werden, bei denen die Schwelle für ein persönliches Gespräch zu hoch ist“, überlegt der Prior.

Der Umgang mit Menschen ist für Pater Klemens August ein wichtiger Bestandteil im Alltagsleben des Klosters. Auch wenn die Karmeliten grundsätzlich ein kontemplativer Orden sind, ist ihr Wirken eng mit dem direkten Kontakt zu anderen Menschen verbunden. Einerseits, weil die Ordensbrüder als Priester in der Pfarrei als Seelsorger dienen, andererseits, weil sie für Besucher der Klosteranlage Führungen anbieten – und dabei auch über den Glauben ins Gespräch kommen. Wenngleich nicht jeder reden möchte. „Einige Besucher genießen einfach nur die Ruhe, die sie hier finden“, sagt Pater Klemens August lächelnd.

Weitere Infos über die Ordensgemeinschaft gibt es auf der Seite www.karmel-marienthal.de im Internet.

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