Oblaten-Patres aus Burlo übernehmen im Oktober die Klosterfürbitte

Pater Martin Wolf OMI und seine Mitbrüder in Mariengarden übernehmen im Oktober die Klosterfürbitte. Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Ann-Christin Ladermann

Pater Martin Wolf OMI will raus mit der Botschaft: „Wir müssen mit unserem Glauben und unserer Hoffnung zu den Menschen“, sagt der 51-Jährige. Ideen, wie das gehen kann, hat er reichlich. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist er vor allem auf den Social-Media-Kanälen wie Facebook, Instagram und Twitter unterwegs. Auf Youtube hat es der Oblaten-Pater innerhalb kürzester Zeit auf 500 Abonnenten gebracht. „Ich mache das nicht für mich“, betont er. Wolf möchte auf diese Weise andere mit Gott in Kontakt bringen. Die Anfrage, ob die Oblaten der makellosen Jungfrau Maria (OMI) im Kloster Mariengarden in Burlo bei Borken im Oktober die Klosterfürbitte des Internet-Seelsorge-Portals www.haus-der-seelsorge.de übernehmen wollen, passte da ganz prima in dieses Konzept. Schließlich werden die Bitten von außen online an die Patres und Brüder herangetragen.

Es macht ihm Freude, neue Medien auszuprobieren. Dass der Rektor, der Obere des Ordenshauses in Burlo, mit seinen Posts nicht selten provoziert, ist ausdrücklich gewollt: „Katholisch provoziert immer“, weiß der Pater, der die Öffentlichkeit nicht scheut. Schon an seinen vorherigen Einsatzstellen im Bistum Fulda und im Bonifatiuskloster Hünfeld, dem Geistlichen Zentrum der Oblatenmissionare in Deutschland, hatte er immer einen Draht zu Menschen, die etwas mit Medien machen. Diese Verbindungen bestehen größtenteils noch heute. „Das Posten ist aber nur mein Hobby“, betont Wolf. Sein eigentlicher Auftrag, den Menschen Gottes Liebe zu verkünden und zwar von Person zu Person, habe selbstverständlich Priorität.

Mit seinen Youtube-Videos unter „Der Pater!“ verbindet er beides – Auftrag und Hobby. Er erklärt seinen Zuschauern unter anderem die Bedeutung des Gebetes: „Gerade in der Corona-Zeit kann uns das Gespräch mit Gott Halt und Stütze sein.“ Die Oblaten in Burlo beten seit dem Lockdown im März außerdem täglich um 17.45 Uhr gemeinsam den Rosenkranz. „Wir werden die Bitten, die uns über das Internet erreichen, in dieses Gebet und unsere anderen Gebetszeiten aufnehmen“, verspricht Pater Wolf.

1398 erstmals erwähnt, lebten lange Zeit Zisterzienser im Kloster Burlo. Nach einer wechselvollen Geschichte kamen 1920 die Oblatenmissionare der makellosen Jungfrau Maria (OMI) ins Westmünsterland. Sie richteten später eine Privatschule ein, die Ende der 1960-er Jahre Gymnasium wurde. Bis heute ist der Orden Schulträger.

Das Internat ist inzwischen allerdings geschlossen, das 2008 renovierte Gästehaus kann seitdem für Exerzitien, Besinnungstage, Freizeiten oder als Einzelgast gebucht werden. Das dreizügige Kloster-Gymnasium besuchen derzeit rund 800 Schülerinnen und Schüler, die von weltlichen Lehrern unterrichtet werden. Allerdings stellt der Orden den Schulseelsorger. Und inzwischen sind auch drei junge Oblatinnen, die in einer Gemeinschaft im Ort leben, mit ein paar Stunden am Gymnasium tätig.

Dieses soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Dafür macht sich Pater Wolf bei seinem Orden immer wieder stark: „Das ist unsere Chance, etwas für die Jugend zu tun und ihnen unsere Botschaft näherzubringen.“

Das Gebet für andere, schwenkt der Pater noch einmal thematisch um, sei ganz im Sinne von Ordensgründer Eugen von Mazenod: „Zur Ehre Gottes, im Namen der Kirche für das Heil der Menschen.“ Deshalb gehört zum missionarischen Tun auch das gemeinsame Gebet. Täglich beten die Missionare Laudes, Sext und Vesper, haben regelmäßig eucharistische Anbetung und feiern täglich die hl. Messe.

Als Sohn einer adeligen Familie entschied sich von Mazenod für das Priestertum und gründete 1816 eine kleine Volksmissionarsgruppe, um wirksamer der Glaubensnot der Menschen begegnen zu können. Sein Wahlspruch „Den Armen die frohe Botschaft zu verkünden, hat mich der Herr gesandt“ bleibt für die Oblaten Ziel und Herausforderung zugleich. Im Jahr 1826 bestätigte der Papst die Missionarsgruppe als Orden mit dem Namen „Oblaten der makellosen Jungfrau Maria“. Eugen von Mazenod wurde 1975 selig-, 1995 heiliggesprochen. Weitere Informationen unter www.mariengarden.de. und www.oblaten.de.

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